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DIE NIVELLE-OFFENSIVE (1917)

 

Titelseite der Zeitung Miroir vom 26.November 1916

Der General Joffre, der seit Kriegsanfang den Befehl über die französischen Armeen führt und der nach den misslungenen Offensiven in der Gegend von Artois und in der Champagne 1915 und der ebenfalls missglückten Offensive an der Somme 1916 einen Plan für eine neue Offensive zwischen Soissons und Reims ausgearbeitet hat, die Anfang des Jahres 1917 stattfinden soll, wird am 13. Dezember 1916 durch Robert Nivelle abgelöst.

Nivelle übernimmt teilweise den Plan von Joffre und verspricht einen entscheidenden Durchbruch am Chemin des Dames in 24 oder 48 Stunden.

Nachdem sie mehrere Male verschoben wurde, namentlich infolge des strategischen Rückzugs der Deutschen hinter die Hindenburglinie (Siegfriedlinie), und sogar in Frage gestellt wurde (am 6. April schlägt Nivelle seinen Rücktritt vor, der abgelehnt wird), wird die Offensive schließlich für den 16. April, um 6 Uhr morgens, beschlossen.

Mehr als eine Million Soldaten sind an einem Frontabschnitt von 40 km zwischen Soissons und Reims zusammengezogen worden: Die X. Armee befindet sich in Reservestellung und hat den Auftrag, die Erfolge der V. und VI. Armee zu nutzen, die die Front durchbrechen sollen. Zum ersten Mal sollen von französischer Seite Panzer eingesetzt werden.

Eine lange und intensive Vorbereitung durch die Artillerie beginnt am 2. April. Sie macht jeglichen Überraschungseffekt unmöglich und vor allem zerstört sie die deutschen Verteidigungslinien nur sehr unzureichend.

Am 16. April, als die ersten Angriffswellen vorstürmen, um den Höhenzug des Chemin des Dames zu erobern, stoßen sie auf meist noch intakte Stacheldrahtsperren und werden vom Feuer der deutschen Maschinengewehre niedergemetzelt. 

Das schlechte Wetter (Regen, Schnee und Kälte) bleibt nicht ohne Folgen, insbesondere für die Bataillone der Senegal-Tirailleure. Diese Truppen wurden eigentlich im gesamten französischen Westafrika rekrutiert, von Kotonu bis Bamako und von Abidjan bis Tombuktu.

Schon in den ersten Stunden wird deutlich, dass die Offensive eine blutige Niederlage sein wird.
Doch trotz der besonders hohen Verluste (30 000 Tote und 100 000 Verwundete in 10 Tagen, vom 16. bis 25. April) und trotz seiner Versprechen, macht Nivelle auch nach den angekündigten "24 oder 48 Stunden" hartnäckig weiter.

 


Die Regimenter, die an dieser Schlacht teilgenommen haben  

           
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